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SUMMARY:Tollwood Winterfestival 2017
DESCRIPTION:TOLLWOOD WINTERFESTIVAL 2017 \n23. November bis 31. Dezember · Markt bis 23.12. \n„Wir\, alle“ lautet das Motto des Winterfestivals. Demokratie\, Freiheit und eine pluralistische und tolerante Gesellschaft gibt es weder zum Nulltarif\, noch sind sie „einfach und immer da“. Es gibt sie\, wenn genug Menschen für sie eintreten: Wir\, alle. \nCirque Éloize back in town: Nach der futuristischen Industriezeitalter-Show „Cirkopolis“ und nach dem fröhlichen Showdown in „Saloon“ kommt die kanadische Compagnie mit ihrer legendären Show „iD“ auf das Festival. \nZum elften Mal in Folge präsentiert Tollwood den Weltsalon\, das multimedial gestaltete Zelt für aktuelle ökologische und gesellschaftliche Themen. \nVor der Kulisse des weihnachtlich gestalteten „Marktes der Ideen“ mit Bio-Gastronomie und Kunsthandwerk aus aller Welt\, finden zirka 70 Prozent aller Veranstaltungen bei freiem Eintritt statt. Traditionell endet das Festival mit der Silvesterparty.
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SUMMARY:Filmfestival KINO ASYL
DESCRIPTION:Zum dritten Mal findet in München das Filmfestival KINO ASYL statt. KINO ASYL wird von in München lebenden jungen Flüchtlingen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern gestaltet. So wurde das Festival im vergangenen Jahr von der Initiative „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet und mit dem renommierten Dieter-Baacke-Preis bedacht. \nVerbunden sind die Kurator_innen durch ähnliche Schicksale von Flucht und Vertreibung. Sie eint die Hoffnung auf Asyl und eine neue sichere Heimat in Deutschland. Die jungen Menschen vereinen die Auswahl der Filme mit eigenen Lebenswelten\, persönlichen Geschichten und individuellen Vorlieben. Die Veranstaltungsreihe zeichnet so ein komplexeres Gesamtbild\, das sich nicht nur aus der Vorführung der Filme zusammensetzt\, sondern auch Herkunft und Gegenwart der jungen Menschen Rechnung trägt. \nEröffnet wird das Programm am 3.12. um 15:00 Uhr mit einem wahren Filmjuwel: In der Schweiz-Syrischen Kooperation „BON VOYAGE“\, treffen Fischer im Mittelmeer auf ein überladenes Flüchtlingsboot. Als längst überfällige Deutschlandpremiere wird im Anschluss daran der Kultfilm „Mammah Saylah“(1999) aus Sierra Leone präsentiert. Der zweite Festivaltag dokumentiert eine besondere Kooperation: Produktionen von Studierenden der HFF München und Filme aus Afghanistan und Syrien wechseln sich im Programm ab. Erstmals finden damit auch deutsche Filme ihren Weg auf die KINO ASYL Bühne. \nNach namenhaften Hochkarätern\, wie „Drachenläufer“\, „Haus ohne Dach“\, „Men in the arena“\, „Shakespeare in Zaatari“ und „Buddha zerfiel vor Scham“\, endet die Woche am Freitag und findet ihren gebührenden Schlusspunkt mit der Premiere des „KINO ASYL“ Dokumentarfilms (von Tobias Rehm). Bei einigen der Filme ist auch der Regisseur anwesend. \nDie Filme werden in den Kammerspielen München\, der Pinakothek der Moderne\, im Münchner Gasteig\, der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) und im Kulturzentrum Import Export präsentiert. Die Veranstaltungen von KINO ASYL sind kostenfrei\, Spenden sind willkommen. \nKINO ASYL wird vom Medienzentrum München in Kooperation mit Refugio München veranstaltet. Weitere Kooperationspartner sind: Filmstadt München\, Münchner Stadtbibliothek\, Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München\, Pinakothek der Moderne\, Import Export und Münchner Kammerspiele. Die Veranstaltung wird vom Kulturreferat München und dem Stadtjugendamt München gefördert.
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SUMMARY:Andi Otto & MD Pallavi @ Import Export
DESCRIPTION:Einlass: 20:00 | Beginn: 20:30 h | Eintritt: 10 € | ermäßigt 7 Euro\n\nMD Pallavi ist eine virtuose Sängerin aus Südindien\, Andi Otto ein Hamburger Komponist elektronischer Musik mit einem außergewöhnlichen Sensor-Cello. Die beiden haben sich in Indien getroffen und gemeinsame Tracks aufgenommen wie etwa den mitreißenden Slowhouse-Hit „Bangalore Whispers“. Nach einer Japantour spielen Andi Otto und MD Pallavi nun einige Konzerte in Deutschland und stellen das aktuelle Album „VIA“ vor.
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SUMMARY:Chris Imler @ Unter Deck
DESCRIPTION:Chris Imler wuchs\, auch wenn man es sich heute nicht mehr vorstellen mag\, in Augsburg auf\, einem Schmelztiegel der Kulturen\, einem Ort\, wo sich bayrisches Hinterwäldlertum und schwäbisches Arbeitsethos „Grüß Gott“ sagten. Viertelungar sowie Schlüssel- UND Sandwichkind einer alleinerziehenden Mutter\, entwickelte Imler schon in frühen Jahren seinen ganz eigenen Blick auf die süddeutsche Gesellschaft\, einen Blick\, der etwa sagte: „So nicht ihr Arschlöcher\, nicht mit mir. Ich weiß ja auch nicht\, wie es geht\, aber SO nicht!“ \nADHS war damals noch nicht erfunden\, und statt Retalin gab es Schläge mit dem Lineal auf die Fingerkuppen und seelische Grausamkeit. Doch keine der Repressalien zeigten bei Imler Wirkung\, – ganz im Gegensatz zu den französischen Arthouse-Filmen\, die spät nachts um elf im Fernsehen kamen\, und der verbotene Musik aus Amerika. Der Weg des größten Widerstands war vorgezeichnet\, Imler ging ihn. Nachdem er folgerichtig mit 15 vom antihumanistischen Gymnasium geflogen war und sich in einer Steinmetzlehre für die kommenden Strapazen physisch gestählt hatte\, reiste und riss er aus nach Berlin. Berlin Kreuzberg\, genau gesagt\, dem damals noch härtesten und schon lustigsten Pflaster Deutschlands (mindestens). Und lustig sollte es\, bei aller gebotenen Härte gegen die Polizei auf der einen und dem eigenen Körper (wenn der mit Schwindel oder Skorbut wieder mal eine gesündere\, womöglich Speed- ärmere Ernärung zu erpressen versuchte) auf der anderen Seite\, doch bitteschön zugehen. Für trübseligen Ernst war Imler nie zu haben\, weder für den der finsteren Aktivisten\, noch für den der nihilistisch triefäugigen Blixa Bargeld- und Nick Cave-Wannabes. Er wollte das Systemzersetzende immer mit dem Angenehmen verbinden\, so zum Beispiel als er zur finanziellen Rettung einer linksradikalen Gaststätte vorschlug\, man möge ein Errektionsbingo veranstalten (sechs Männer\, deren Geschlecht jeweils lediglich von einem kleinen Vorhang verborgen wird\, schauen Pornos auf der Bühne. Im Publikum sind nur rothaarige Frauen und wetten\, welcher Vorhang sich zuerst hebt). \nAber vor allem anderen war und ist Chris Imler natürlich Musiker. Die erste große Furore machte er um die Wendejahre herum als Drummer der „Golden Showers“\, die die deutschen Cramps zu nennen\, wohl für die Cramps etwas schmeichelhaft wäre. Leider sind ihre Auftritte kaum dokumentiert\, da alle Angst hatten\, ihre Kamera der Hölle auszusetzen\, die losbrach\, wen die „Showers“ (Fan-Jargon) loslegten. Selbst von den Notizblöcken der Journalisten blieb oft nicht mehr als ein blut- und bierdurchtränkter Klumpen Zellstoff. Zum Glück haben wir immerhin die Hymnen der glasigen Augenaugenzeugen. Imler festigte in den Folgejahrzehnten seinen Ruf als wildester\, schönster und bester Schlagzeuger der Stadt\, spielte für so unterschiedliche Künstler wie Peaches\, Maximilian Hecker\, Oum Shatt oder „Die Türen“\, und sogar dem musikalisch bis dahin biederen (wenn auch durchaus brillanten und sexuell anziehenden) Chansonier Jens Friebe drückte er in zäher\, fruchtbarer Zusammenarbeit seinen verwegenen Stempel auf. Doch auch als Sänger\, Texter und Komponist führt die Gema den Namen Imler nicht erst seit gestern. Mit dem renommierten Elektromusiker Patric Catani veröffentlichte er 2011 unter dem Moniker Driver & Driver das Monumentalwerk „We are the World“. Der TV- Seelsorger Domian schrieb dazu in der Intro: „Zack! Ich bin dabei! Als alter DAF-Fan muss ich die Jungs gut finden. Abseitige Texte und hypnotischer Sound. „Ich hab dir Kuchen mitgebracht“ ist mein Satz für die nächste Liebeserklärung.“ \nNun war es Zeit für den letzten Schritt\, den Schritt zur totalen Freiheit und Selbstbestimmung. Man könnte auch sagen: Anarchie. Und anarchisch war die Ein-Mann-Show\, mit der Imler in den letzten Jahren nicht nur Berlin\, sondern besonders Italien\, Frankreich und Belgien in Aufruhr versetzte\, allerdings. Angetan wie eine Mischung aus Saloon-Barfly\, Partisane und Schamane\, schlug er auf dem Standschlagzeug rauschhafte Rhythmen\, schoss krasseste Samples mit seinen Elektropads ab\, sang mit verfremdeter Stimme schwer Verständliches und blies die Trompete. Jederzeit konnte alles passieren\, die Ansagen sprühten vor Irrsinn und Witz. Wie\, fragte man sich\, will er das jemals auf Platte bringen. \nJetzt ist diese Platte da. Produziert hat sie Krautpop- und Noise-Gott Schneider TM. Ihr Name ist Programm für Chris Imlers Wesen und Wirken. Nervosität als angemessene Haltung gegenüber einer gleichzeitig bedrohlichen wie aufreizend öden Wirklichkeit\, Nervosität als berechtigte Panik und produktive Unruhe\, alles das steckt drin in diesem Titel\, diesem Mann\, diesem Album. Wie von Imler zu erwarten\, gibt es einige Überraschungen. \nErstens: Ein Großteil der Beats ist programmiert\, nicht gespielt. Ist das nicht so\, als hätte Hendrix ein Klavieralbum gemacht? Nein\, denn Hendrix konnte kaum Klavier spielen\, Imler aber programmiert wie ein junger Gott. \nZweitens: Der seltsame Englisch\, das man live nie verstanden hatte\, entpuppt sich in den meistens Fällen als Deutsch. Die Texte sind ausgefeilt\, geistreich und abgründig. Das Politische und das Private\, das Heilige und Profane durchdringen sich ständig aufs Unvorhersehbarste. „Ich bin nur ein einfacher Arbeiterjunge/komm schon pfeif mir hinterher/Ich bau die Städte und die Betten/Und den fließenden Verkehr“ heißt es etwa in „Arbeiterjunge“\, einer surrealen Hymne zwischen utopischer Pornographie und dystopischer Propaganda. Hinter dem scheinbar anzüglichen „Ausziehen“ verbirgt sich andererseits lediglich eine präzise Milieustudie über prekäres Wohnen. \nDrittens. Der bekannten Atmosphäre von Krawall und Gefahr (wie sie sich etwa in dem sogkräftigen Siebenminutenstück „Aging“ sogkräftig entfaltet) ist eine ganze Welt neuer Fassetten – farbige\, fröhliche\, zarte\, geheimnisvolle – zugesellt. Süß lullen einen die Glocken bei „Norwegen“ ein\, und ********** entführt uns mit wunderlichen Skalen und Metren in ein Nordafrika\, das es so nie gab. Und selbst vor ultrakommerziellem Radiopop hat Imler keine Berührungsangst. Er hat nur schlicht keinen Bock drauf. Für alle\, denen es ähnlich geht\, ist dieses große Album.
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